Mein Chef ließ mich nach einem erzwungenen Kuss fristlos feuern, doch als mein eigener Freund mich in ein Hotelzimmer verkaufte, legte derselbe Milliardär einen Ehevertrag vor

Ich wurde fristlos entlassen, weil mein Chef mich in der Nacht zuvor unter Drogen geküsst hatte – und am nächsten Morgen behauptete er, ich sei allein schuld gewesen.

Mein Name ist Gianna Monroy. Bis zu diesem Abend war ich die zweite Assistentin von Kyllian Dixon, einem Mann, dessen Stimme selbst erfahrene Geschäftspartner verstummen ließ. Wir waren an der Côte d’Azur, um einen wichtigen Vertrag abzuschließen. Eine elegante Reise, ein teures Hotel, ein makelloses Kleid. Nichts hätte schiefgehen dürfen.

Dann rief mich kurz nach Mitternacht die Assistentin eines Geschäftspartners an.

„Gianna, jemand hat die Getränke manipuliert. Die beiden Männer wurden mit einem starken Liebesmittel vergiftet. Du musst sofort zu Herrn Dixon!“

Ich rannte zu seinem Zimmer. Als die Tür aufging, stand Kyllian dort, nur mit einem Handtuch bekleidet, bleich vor Wut und völlig außer Kontrolle. Seine Augen brannten, als hätte jemand ein Feuer hinter ihnen entzündet.

„Herr Dixon, Sie wurden vergiftet. Ich habe einen Arzt gerufen.“

Er hörte mich nicht. Sekunden später lag ich auf dem Bett, seine Hände hielten meine Handgelenke fest, und sein Mund suchte meinen. Ich biss ihn, schlug ihm ins Gesicht und schrie, bis endlich der Arzt eintraf.

Die Spritze wirkte. Kyllian verschwand im Badezimmer, und ich blieb zitternd auf dem Teppich zurück. An meiner Bluse fehlte eine Perlmuttknopf. Der blaue Faden hing noch daran.

Am nächsten Morgen wartete die Personalchefin mit einem grauen Umschlag auf mich.

„Ihre Kündigung, Frau Monroy.“

„Was? Ich habe nichts getan!“

Sie senkte den Blick. „Die Anweisung kam direkt von Herrn Dixon.“

Mein Bruder Mateo brauchte dringend seine nächste Chemotherapie. Ohne mein Gehalt würde er sterben. Ich stürmte in Kyllians Büro, doch er sah mich nur kalt an.

„Sie haben mich entlassen, nachdem Sie mich angegriffen haben?“

Sein Gesicht wurde hart. „Verlassen Sie sofort das Gebäude.“

Ich wurde hinausgeführt wie eine Diebin. Noch am selben Abend versprach mein Freund Ignacio, er könne mir eine neue Arbeit besorgen. Ich sollte nur einen Vertrag in einer Hotelsuite unterschreiben.

Als ich die Tür öffnete, stand Kyllian Dixon dort. Hinter ihm lag mein Freund auf dem Sofa, und auf dem Tisch lag eine schwarze Ledermappe. Kyllian schob sie langsam zu mir und sagte: „Bevor du mich verurteilst, musst du wissen, was Ignacio mit dir gemacht hat…“

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TEIL 2

Bevor ich ihn verurteilen konnte, riss Ignacio die Tür hinter mir zu.

„Setz dich, Gianna“, sagte er. Seine Stimme klang nicht mehr wie die des liebevollen Mannes, der mir morgens Kaffee ans Bett gebracht hatte. Sie klang kalt. Geschäftlich.

Ich wich zurück. „Was soll das?“

Kyllian blieb neben dem Fenster stehen. Das Licht der Stadt spiegelte sich in seinem Gesicht, aber in seinen Augen lag etwas, das ich dort noch nie gesehen hatte: Schuld.

„Frag deinen Freund, warum er dich hierher geschickt hat.“

Ignacio lachte nervös. „Du brauchst Geld für Mateo. Herr Dixon braucht eine Ehefrau für ein Jahr. Das ist eine einfache Vereinbarung.“

Mir wurde übel. Ich sah auf die Mappe. Darunter lag mein Ausweis, den ich nie aus der Hand gegeben hatte, und ein Umschlag mit der Aufschrift: Monroy gegen Dixon.

„Du hast mich verkauft“, flüsterte ich.

„Ich habe dir eine Lösung besorgt!“, fauchte Ignacio. „Oder willst du zusehen, wie dein Bruder stirbt?“

Diese Worte trafen härter als jede Ohrfeige. Ich wollte ihn anschreien, aber meine Kehle war zugeschnürt.

Kyllian trat näher. „Ich zahle Mateos gesamte Behandlung. Alle Rechnungen. Im Gegenzug heiratest du mich für zwölf Monate. Nach außen bist du meine Ehefrau. Privat bestimmst du selbst über deinen Körper und dein Leben.“

Ich starrte ihn an. „Warum ich?“

„Weil du die Einzige bist, die ich in meiner Nähe ertrage.“

„Das ist keine Antwort.“

Sein Kiefer spannte sich an. „Und weil ich wusste, dass du in Gefahr bist.“

Er öffnete die Mappe, zeigte mir aber nur einen Teil der Unterlagen. Darin befanden sich Kopien von Nachrichten zwischen Ignacio und einem unbekannten Absender. Mehrfach tauchte der Name meines Bruders auf. Jemand hatte Mateos Krankenakte angefordert.

„Ich habe dich entlassen, weil meine Firma überwacht wurde“, sagte Kyllian. „Ich wollte dich aus der Schusslinie bringen. Aber ich wusste nicht, dass Ignacio bereits einen eigenen Plan hatte.“

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Ich wollte ihm glauben. Doch dann erinnerte ich mich an seine Hände auf meinen Handgelenken und an den brennenden Kuss.

„Du hast mich trotzdem verletzt.“

Kyllian senkte den Blick. „Ich weiß. Und ich werde dir das niemals abverlangen zu vergessen.“

Plötzlich vibrierte Ignacios Telefon. Eine Nachricht erschien auf dem Bildschirm: Wenn sie unterschreibt, beginnt der zweite Schritt. Wenn nicht, verschwindet der Junge.

Ich griff nach dem Telefon, doch Ignacio war schneller. Kyllian riss ihm das Gerät aus der Hand und las die Nachricht. Sein Gesicht wurde grau.

Dann zog er aus der Ledermappe einen versiegelten Umschlag und sagte: „Gianna, wenn du ihn jetzt öffnest, gibt es kein Zurück mehr…“

TEIL 3

Ich riss den grauen Umschlag auf.

Darin lagen die Aufnahmen der Überwachungskameras aus dem Hotel, Zahlungsbelege und eine Sprachnachricht. Ich hörte Ignacios Stimme, wie er einem Rivalen von Kyllian erklärte, dass ich nach der Entlassung verzweifelt genug sein würde, jeden Vertrag zu unterschreiben.

Dann kam der Satz, der mir den Boden unter den Füßen wegzog: „Wenn sie nicht mitspielt, sorgen wir dafür, dass ihr Bruder keine Behandlung mehr bekommt.“

Ich sah Ignacio an. Er wurde kreidebleich.

„Das ist gefälscht“, stammelte er.

Kyllian drückte auf die nächste Datei. Eine Aufnahme aus der Hotelbar zeigte Ignacio, wie er die Getränke wechselte. Er hatte nicht nur Kyllians Glas manipuliert. Er hatte auch meinen Namen auf eine Liste gesetzt, die an einen Menschenhändler weitergeleitet werden sollte.

Ich konnte nicht atmen.

„Du wolltest mich in die Hände dieser Leute bringen“, sagte ich.

Ignacio machte einen Schritt auf mich zu. „Ich wollte nur Geld. Ich dachte, es wäre ein harmloser Abend!“

„Du hast meine Angst benutzt.“

In diesem Moment stürmten zwei Ermittler und ein Arzt in die Suite. Kyllian hatte längst die Polizei verständigt und Mateos Krankenhaus angewiesen, die Behandlung sofort fortzusetzen. Ignacio wurde festgenommen. Noch am selben Abend verhafteten die Ermittler den Geschäftsmann, der hinter dem Plan steckte.

Wochen später sagte Mateo zum ersten Mal seit Monaten wieder, dass er nach Hause wolle. Die Therapie schlug an. Ich weinte im Flur, während Kyllian neben mir stand und mir wortlos ein Taschentuch reichte.

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„Du musst mich nicht heiraten“, sagte er. „Der Vertrag ist weg.“

Ich sah auf seine Hand. An seinem Finger trug er keinen Ring, nur eine kleine Narbe von meinem Biss.

„Und wenn ich trotzdem bleibe?“

Er hob den Blick. „Dann bitte nicht als Trophäe.“

„Nicht als Trophäe“, antwortete ich. „Als Frau, die du um Erlaubnis bittest, bevor du sie berührst.“

Kyllian nickte. „Jeden Tag.“

Unsere zweite Hochzeit fand ein Jahr später statt. Ohne Kameras, ohne Geschäftsleute, ohne Vertrag. Mateo trug den Ring mit dem grünen Stein, den Kyllian für mich ausgesucht hatte, und meine alte Bluse hing noch immer in meinem Schrank. Der fehlende Knopf erinnerte mich daran, dass Liebe niemals mit Zwang beginnen darf.

Als Kyllian meine Hand nahm, wartete er, bis ich nickte. Erst dann küsste er mich.

Diesmal wich ich nicht zurück. Diesmal gehörte der Kuss mir.

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